Samstag, den 01. Mai 2010 um 11:29 Uhr

Rettungsübung läuft nach Plan Empfohlen

Autor: Administrator
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Rettungsübung läuft nach PlanDRK Lehrrettungswache Bernkastel-Kues, Malteser-Hilfsdienst Piesport und die Feuerwehrlöschzüge Niederemmel und Piesport testeten den Notfall. Bei der gemeinsamen Übung der Rettungsorganisationen in Piesport funktionierte die Zusammenarbeit.

Piesport. (ger) Im Eckhaus "Auf der Kaub/Brotstraße" qualmt es kräftig. Um 14.05 Uhr ertönt die Feuersirene. Sechs Minuten später sind die Piesporter und die Niederemmeler Feuerwehren mit 25 Einsatzkräften zur Stelle. Wehrführer Rainer Keppeln ordnet die Rettung von zwei im Haus eingeschlossenen Menschen durch das Fenster im Obergeschoss an. Mit Seilzug und Schleiftrage werden sie heruntergelassen.

Drei Juroren blicken Helfern auf die Finger

Das "Opfer" nimmt es gelassen. In der Trage liegend sagt Michael Weile: "Das ist ganz cool, ich habe volles Vertrauen in die Feuerwehr." Denn es handelt sich bei der Aktion nicht um einen Ernstfall, sondern um die zur Tradition gewordene gemeinsame Übung der DRK Lehrrettungswache Bernkastel-Kues, dem Malteser-Hilfsdienst Piesport und den Feuerwehrlöschzügen Niederemmel und Piesport. Das wissen auch die gut 50 Zuschauer, die dennoch gespannt das Geschehen verfolgen. Der Verbandsplatz mit den zwei Verletzten und den vielen Einsatzkräften sieht realistisch aus. Dort agieren acht Helfer vom Malteser-Hilfsdienst und vier angehende DRK-Rettungsassistenten, die jetzt selbstständig entscheiden müssen, was zu tun ist, immer beobachtet von drei Juroren, die eifrig Notizen machen.

Und dann passiert noch etwas: Ein Feuerwehrmann ist im brennenden Haus die Treppe runtergestürzt. Die Auszubildenen diagnostizieren mittelschwere Verletzungen, versorgen ihn und bereiten den Transport ins Wittlicher Krankenhaus vor. Die beiden anderen haben schwere Brandverletzungen und werden ins Klinikum Ludwigshafen abtransportiert. Zumindest wäre es im Ernstfall notwendig. So aber stehen die drei "Verletzten" kurz nach 15 Uhr, als die Übung beendet wird, gesund und munter von ihren Tragen auf.

Das Resümee von Roman Reimer, Wachleiter der Rettungswache Bernkastel-Kues: "Aus meiner Sicht ist es super gelaufen, sehr gut. Die Auszubildenden haben vorausschauend die Vorbereitungen getroffen und konnten zügig mit der ebenfalls sehr gut funktionierenden Behandlung der Verletzten beginnen."

Tobias Kleinschmitt, Sprecher der vier Auszubildenden, sagt: "Es war für uns eine lehrreiche Übung wegen der verschiedenen Verletzungsarten." Für die angehenden Rettungsassistenten war dieser sogenannte Praxistag ein wichtiger Teil ihrer Ausbildung.

Ebenso wichtig: Die jungen Feuerwehrleute Christopher Erz und Sebastian Weller löschten unermüdlich mit einem C-Strahlrohr den Übungshausbrand.

Aktualisiert: Mittwoch, den 12. Mai 2010 um 11:35 Uhr
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