Samstag, den 19. Juni 2010 um 14:37 Uhr

Parcoursdienst beim CHIO: Malteser auf Tuchfühlung mit Spitzenpferden Empfohlen

Autor: Administrator
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Parcoursdienst beim CHIO: Malteser auf Tuchfühlung mit SpitzenpferdenAachen, 18.06.2010 - Nur noch wenige Tage, dann geht es wieder los - das größte Reitturnier der Welt, das CHIO in Aachen, beginnt am 09. Juli 2010! Wie immer wird sich dort die Elite des Pferdesports treffen, und wie immer werden auch die Malteser mit dabei sein!

Bereits seit 1978 sind die Malteser aus der Diözese Aachen für den Parcoursdienst beim CHIO zuständig und leisten dort mit ihren Helferinnen und Helfern unverzichtbare Dienste. Dabei kann man ganz hautnah Turnierluft schnuppern und auf Tuchfühlung gehen mit den Spitzenpferden dieser Welt!

Ein Helfer, der schon seit vielen Jahren zum Team des Parcoursdienstes zählt, ist der 27jährige Bernd Gilles. "Schon als 10jähriger hat mein Onkel mich mit zum Turnier genommen und einen Blick hinter die Kulissen werden lassen" beschreibt er wie sein Interesse geweckt wurde. Sein Onkel ist einer der Einsatzleiter beim Parcoursdienst der Malteser und dadurch konnte Bernd Gilles schon früh erleben, wie spannend diese Tätigkeit ist.

Als er dann 18 Jahre alt war durfte er endlich selbst aktiv werden. Seitdem ist er jedes Jahr mit dabei. Sogar seinen Jahresurlaub "opfert" der inzwischen berufstätige Helfer, um beim Parcoursdienst mitmachen zu können. "Die Leute hier sind einfach supernett und der Zusammenhalt in der Truppe ist toll" nennt Bernd einen der Gründe, warum er immer wieder mit dabei ist. Die meisten der Helfer kommen wie er jedes Jahr wieder und so kennt man sich inzwischen gut und echte Freundschaften sind entstanden.

Aber wie muss man sich einen Tag als Parcoursdienst-Helfer vorstellen? "Wir treffen uns meistens gegen 9 Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück mit allen Helfern" so Bernd Gilles. "Dann erfolgt die Einteilung für den Tag. Wir sind immer mit mehreren Leuten in einem Team. Während einer Springprüfung ist ein Teil der Helfer mit auf dem Parcours, um die Hindernisse im Fall der Fälle wieder aufzustellen. Spätestens nach 30 bis 45 Minuten wird man dort abgelöst. Nach dem Springen wird der Parcours für einen möglichen zweiten Umlauf oder für die nächste Prüfung umgebaut. Hierbei arbeiten wir unter der Anleitung des Parcoursbauers" beschreibt Bernd Gilles den Tagesablauf. Abends wird der Parcours dann soweit möglich für die Prüfungen des nächsten Tages vorbereitet, Hindernisse werden gesäubert, Blumendekorationen arrangiert, Stangen sortiert usw.

Die meisten der Helferinnen und Helfer reiten selbst und finden es natürlich spannend, ihre berühmten Vorbilder mit ihren Top-Pferden einmal aus nächster Nähe sehen zu können. Und die Atmosphäre beim CHIO ist ja bekanntermaßen sowieso einmalig. "Ein Highlight während des Turniers ist sicherlich das Flutlicht-Springen beim Nationenpreis" findet Bernd Gilles. Aber auch der Große Preis von Aachen am Abschlusstag ist etwas ganz Besonderes. "Und beim Abschied der Nationen, wenn das ganze Stadion traditionell die Reiter mit weißen Taschentüchern verabschiedet, ist Gänsehaut pur angesagt!"

Mit durchschnittlich etwa 40 Helferinnen und Helfern sind die Malteser während des Turniers pro Tag im Einsatz. Im vergangenen Jahr kamen so insgesamt 3.099 Einsatzstunden während der gesamten Turnierwoche zusammen.

Wer Interesse an an einer Tätigkeit beim Parcoursdienst hat, kann sich gerne an Herrn Hans-Leo Henn werden. Mindestalter ist 18 Jahre und "ein bisschen pferdeverrückt sollte man schon sein" so Hans-Leo Henn.

Aktualisiert: Samstag, den 19. Juni 2010 um 14:46 Uhr
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