Nach Rücksprache mit der Giftnotrufzentrale und dem Leitenden Notarzt des oberbergischen Kreis wurden alle Personen, die Gas unter Umständen eingeatmet haben könnten (insgesamt 28, unter anderem auch 2 Polizisten und 8 Feuerwehrkamaraden), über die Gefährlichkeit dieses Gases informiert und mussten sich unverzüglich zum Kreiskrankenhaus Gummersbach begeben. Dort wurde eine Verletzten-Dekontamination durch die Feuerwehr aufgebaut. Die Betroffenen wurden gründlich abgeduscht und mussten anschließend mit den alarmierten Fahrzeugen zur 72-stündigen Überwachung am Monitor (Ununterbrochende Überwachung des Blutdrucks, derHerzfrequenz, usw.) in umliegende Krankenhäuser gebracht werden, auch wenn bis zu diesem Zeitpunkt niemand ernsthafte Vergiftungssymptome aufwies. Der Krankentransportwagen der Malteser Waldbröl transportierte einen Patienten in ein Krankenhaus in Bergisch Gladbach, während unserRettungswagen ohne Patienten gegen 17:30Uhr wieder abrücken konnte.
Erster Einsatz im Jahr 2010 Empfohlen
Autor: Administrator
Einsatz für den Patienten Transportzug 10 nach chemischer Reaktion, durch die 28 Personen verletzt wurden.
Am 10.01.2010 löste die Kreisleitstelle gegen 14:12 Uhr Alarm für den Patiententransportzug 10 (PTZ 10) des Oberbergischen Kreises aus. Dieser besteht aus mehreren Krankentransport- und Rettungswagen der oberbergischen Hilfsorganisationen. Der Grund: Am Vorabend war in einem Haus in Gummersbach Gasgeruch gemeldet worden. Die verständigte Feuerwehr und der Gasversorger konnten aber nur eine geringe , nicht genauer zu spezifizierende Gaskonzentration feststellen. Am Tag darauf stellte die Polizei gegen 12:00 Uhr fest, das es im Keller des Hauses durch handelsübliche Ratten und Mäuse Köder zu einer chemischen Reaktion gekommen war, bei der ein hochgiftiges Phosphor- Wasserstoff Gas (genannt: Wühlmaus-Gas) freigesetzt wurde. Dieses Gas kann zu tödlich verlaufenden Herzrhythmusstörungen führen.




