Dienstag, den 29. März 2011 um 08:06 Uhr

Fahrsicherheitssimulationstraining Empfohlen

Autor: Administrator
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Gefahren erkennen, vermeiden und bewältigen

Fahrsicherheitssimulationstraining(Euskirchen, 19.03.2011 - AB) Neben der jährlichen Unterweisung bietet die Malteser Schule Bonn in Zusammenarbeit mit dem deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) nun auch Seminare mit einem Verkehrssimulator an und veranstaltete das erste Fahrsimulationstraining am 19. März in der Malteser Dienststelle Euskirchen.

In diesem Simulator können die Seminarteilnehmer bestens auf die möglichen Gefahren während einer Einsatzfahrt geschult werden. Das Unfallrisiko bei Einsatzfahrten mit Sonderrechten ist achtmal höher als bei normalen Fahrten. Berücksichtigt man zudem die Tatsache, dass es bei Unfällen mit Sonderrechten häufig zu hohen Sachschäden, oft verbunden mit Personenschäden, kommt, ist der hohe Ausbildungsaufwand durchaus gerechtfertigt.

André Bung von den Maltesern in Euskirchen nahm am Training teil und berichtet:

"Die Fahrt am Simulator und der höchst interessant gestaltete Theorieblock zeigt, wie schnell man sich selbst überschätzt und damit sich und andere in Gefahr bringt. Die Simulation ersetzt zwar nicht die Erfahrung aus der Praxis, aber es ist eine willkommene Bereicherung. Nur im Simulator kann man gefahrlos immer wieder die unterschiedlichsten Verkehrssituationen durchspielen. Im Training wird schnell klar, wie leicht man sich von ganz alltäglichen Dingen ablenken lässt. Sei es die Bedienung des Funkgeräts oder der Gedanke an das, was einen an der Einsatzstelle erwartet. Ist man in einem Moment noch ganz entspannt, steigt das Stresslevel unmittelbar nach der Alarmierung an und es ist einem gar nicht bewusst, wie wenige Informationen man tatsächlich wahrnimmt, wenn man zum Beispiel in einen Kreuzungsbereich einfährt. Ganz schnell kann mal einen Verkehrsteilnehmer übersehen oder die Situation falsch einschätzen. Ein guter aufmerksamer Beifahrer ist da Gold wert."

Fast jeder Teilnehmer konnte feststellen, dass man sich unter Belastung beispielsweise bei Anfragen der Leitstelle während der Alarmfahrt nicht mehr oder nur noch sehr schwer auf die eigentliche Fahrt konzentriert. Fast jeder reagiert darauf, indem er schneller, statt langsamer wird, wodurch sich wieder das Stresslevel erhöht.

Für André Bung ist die Sache klar: "Ich kann jedem Fahrer von Einsatzfahrzeugen im Rettungsdienst oder Katastrophenschutz nur empfehlen, neben einem Fahrsicherheitstraining auch ein Fahrsicherheitssimulationstraining zu absolvieren. Nur dort kann man gezielt die verschiedensten Verkehrsszenarien simulieren, ohne Schaden an Mensch und Material zu verursachen. Die während des Seminars entwickelten Fahrstrategien können einem bei realen Einsatzfahrten hilfreich sein."

Die 10 Teilnehmer waren von der Veranstaltung sehr angetan, da alle möglichen Gefahren im Rahmen von Sonderrechtsfahrten nach einer eingehenden theoretischen Ausbildung, am Fahrsimulator realitätsnah dargestellt wurden.

Das nächste Fahrsimulationstraining findet am 2. Juli 2011 in Euskirchen statt.


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Aktualisiert: Dienstag, den 29. März 2011 um 08:09 Uhr
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