Ab einer bestimmten Größenordnung sind Veranstalter verpflichtet, einen Sanitätsdienst zu stellen, aber die Beauftragung kommerzieller Anbieter können sich oft nur große Profivereine, Hallenbetreiber oder Eventagenturen leisten. Hinzu kommen Aufgaben der Gefahrenabwehr der Städte und Kreise, die die Feuerwehren gemeinsam mit den freiwilligen Hilfsorganisationen zu bewältigen haben. "Hier kommen wir als Hilfsorganisation ins Spiel. Durch unseren ehrenamtlichen Einsatz stehen wir den Gefahrenabwehrbehörden zur Verfügung und können mit unseren sehr gut ausgebildeten Helferinnen und Helfern Sanitätsdienste auch für kleine Sport- und Schützenvereine, Kirchengemeinden oder Kommunen kostengünstig anbieten", so Dircks. Die geringen Aufwandsentschädigungen reichen dabei nur zu einem kleinen Teil zur Kostendeckung, denn auch die Aus- und Fortbildung der Helfer, die Dienstbekleidung, Fahrzeuge, Technik und regelmäßige Übungen erfordern viel Geld.
"Ohne die Fördermitglieder und Einzelspender der Malteser wären diese Aufgaben und die anderen ehrenamtlichen Dienste des gemeinnützigen Verbandes, darunter die Jugendarbeit, Besuchsdienste und Auslandshilfe, nicht zu leisten", sagt Thomas Beuvink, stellv. Stadtbeauftragter der Ochtruper Malteser.
"Am wichtigsten ist jedoch die soziale Einstellung und Motivation unserer Helferinnen und Helfer“, so Beuvink weiter. "Malteser zu sein ist in der Tradition unserer über 900 Jahre alten Ordensgeschichte eine Berufung und bedeutet tatkräftigen sozialen Einsatz. Und die Dankbarkeit der Bedürftigen gibt uns dabei immer wieder viel zurück. Und so kann jeder nach seinen Möglichkeiten bei uns seine Zeit und seinen Einsatz oder eine finanzielle Hilfe beitragen." Das sei heute bei weitem keine Selbstverständlichkeit mehr. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte brauchen dringend Verstärkung. Mit dem Wegfall der Wehrpflicht würde auch die Alternative für junge Männer entfallen, ihre Dienstzeit im Katastrophenschutz oder bei der Feuerwehr abzuleisten. Auf der anderen
Seite würden die aktiven Malteser zu immer mehr realen Einsätzen und Übungen gerufen und hätten mittlerweile ihre Auslastungsgrenzen erreicht. "Mitmachen kann jeder, der sozial engagiert, teamfähig und verantwortungsbewußt ist, selbstverständlich auch Frauen."
"Wir bieten eine kostenlose Aus- und Fortbildung, regelmäßige Gruppentreffen und viel Freude bei interessanten, auch überregionalen Einsätzen, z. B. bei Großveranstaltungen wie Konzerten, Kirchentagen oder Sportereignissen", hofft Reinhard Dircks auf regen Zuspruch besonders junger Leute. "So mancher Jugendliche hat durch sein zunächst ehrenamtliches Mitwirken bei den Maltesern sogar seinen Berufswunsch entdeckt. Wir Ochtruper Malteser konnten im laufenden Jahr 2010 rund 24 Einsätze und 2 Übungen mit insgesamt fast 250 Helferstunden verbuchen, bei denen wir mehr als 50 Patienten helfen konnten."
Mehr Infos unter: www.malteser-ochtrup.de
Achtung Redaktionen! Interviews mit dem Pressesprecher und stellv. Stadtbeauftragten Thomas A. Beuvink oder weitere Informationen unter Tel. 0172-8636581.
Die neue Community-Site der Malteser Helferschaft - http://www.helferschaft.de - Denn Kommunikation ist unsere Stärke - Wir unterstützen das Malteser Ehrenamt

Ochtrup. Sie stehen in der Regel am Rande oder dezent im Hintergrund, werden kaum wahrgenommen und wenn sie zum Einsatz kommen, ist es oft in unerfreulichen Situationen. Es entsteht der Eindruck, das sind gut bezahlte Leute in schicken Fahrzeugen und Uniformen mit tollen technischen Geräten. So fühlen sich die Helferinnen und Helfer im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz der Malteser in Ochtrup häufig wahrgenommen, wenn sie manchmal Wochenende für Wochenende und in Notfällen von Einsätzen bei Großveranstaltungen, schweren Unglücken oder Naturkatastrophen heimkehren.



