Endlich hat man wieder Zeit, in Ruhe einzukaufen", berichtete Ursula Fuchs mit einem Lächeln im Gesicht. Die 76-Jährige ist nicht mehr gut zu Fuß. Bislang war sie beim Einkaufen immer auf ihre Schwester angewiesen. "Da muss es zumeist sehr schnell gehen", erzählte die Gesekerin. Jetzt bleibt bis zur Abfahrt sogar noch Gelegenheit zu einem Pläuschchen im Café.
Die Geselligkeit ist es auch, die Elisabeth Ritz an dem neuen Angebot schätzt. Die Seniorin hat vor einem Jahr ihren Mann verloren. "Von zuhause bis zum Supermarkt sind es über zwei Kilometer. Alleine wäre ich deshalb nicht in der Lage, hierher zu kommen. So komme ich wenigstens mal wieder unter Leute", sagte sie. In den Märkten gab es dann kein Halten mehr für die Seniorinnen. Aufschnitt, Fleisch, Obst, Gemüse oder Getränke: In aller Ruhe füllten sie die Einkaufswagen, und an der speziell eingerichteten Seniorenkasse mussten sie schließlich nicht mal eine Wartezeit in Kauf nehmen.
Zufrieden mit dem ersten Einkaufstag waren auch die Organisatoren der Malteser und des Seniorenbeirates. "Vier Seniorinnen waren für den Anfang ganz gut", fand Fahrer Wolfgang Strach. "Das werden in den kommenden Wochen bestimmt noch mehr. Die Geseker lassen gerne erstmal andere probieren", ergänzte die stellvertretende Malteser-Stadtbeauftragte Maria Benkel. Ab sofort fährt der mobile Einkaufsdienst immer donnerstags um 14.30 Uhr. Bereit steht ein achtköpfiges Team, das die Senioren auf Wunsch den ganzen Nachmittag begleitet. Die Helfer, allesamt rüstige Rentner aus Geseke und den Ortsteilen, haben extra für den Service einen Erste-Hilfe-Kurs und ein Fahrsicherheitstraining absolviert. Anmeldungen für die Fahrten nimmt das Team unter Tel. (0 29 42) 79 93 05 entgegen.
Foto: Friedrich, Geseker Zeitung
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Kooperation mit dem Seniorenbeirat. Das WDR-Fernsehen berichtete in der Lokalzeit Südwestfalen am 22. Oktober.



