Freitag, den 21. Januar 2011 um 19:54 Uhr

Präsidentin der Klosterkammer erhält Dankplakette der Malteser Empfohlen

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Klosterkammerpräsidentin setzt "starkes Zeichen für das Leben" - Malteser Dankplakette für die Unterstützung von Geburten der Malteser Migranten Medizin

Präsidentin der Klosterkammer erhält Dankplakette der Malteser"Ich freue mich, dass ich Frauen in Notsituationen unterstützen kann, damit sie sich für ihr Kind entscheiden können," sagte Sigrid Maier-Knapp-Herbst, Präsidentin der Klosterkammer. Sie hatte aus dem Hannoverschen Klosterfonds 40 000 Euro Fördergelder genehmigt, um Frauen eine medizinisch betreute Geburt zu ermöglichen. Diese Summe deckt zwei Drittel der Aufwendungen, die die Malteser Migranten Medizin in Hannover im letzten Jahr für 24 Geburten hatten - der größte Kostenfaktor der Praxis, die ausschließlich durch Spenden finanziert wird. Jetzt wurde die Präsidentin mit der Malteser-Dankplakette ausgezeichnet.

Der Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser-Ritterordens, Dr. Erich Prinz von Lobkowicz, kam persönlich, um der Klosterkammerpräsidentin die von ihm verliehene Auszeichnung zu überreichen. In seiner Festrede sagte er: "Theoretisch sollte es sie in Deutschland nicht geben. Doch in der Realität müssen wir zugeben, dass hier viele Menschen leben, die nicht versichert sind.." Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Behörden, die nicht überall so selbstverständlich sei, wie in Hannover.

Domkapitular Wolfgang Osthaus überbrachte Sigrid Maier-Knapp-Herbst die besten Wünsche von Bischof Norbert Trelle, dem Schirmherrn des Projektes: "Frau Präsidentin, Sie setzen ein starkes Zeichen für das Leben."

Die Praxis in Hannover ist eine von bundesweit elf Anlaufstellen der Malteser Migranten Medizin. Seit 2007 bieten hier vier Ärzte und eine Hebamme ehrenamtlich jeden Dienstag von 10 bis 12 Uhr medizinische Erstversorgung, Hilfe bei Schwangerschaft und Geburt und darüber hinaus eine Vermittlung an Fach- und Beratungsstellen. Projektleiter Gerd Rauchfuß erklärt: "Manche Patienten, die zu uns kommen, wissen gar nicht, dass sie mit einem Antrag legal und versichert hier leben könnten." Die Malteser vermitteln zwischen Patienten und Behörden, die Anonymität bleibt dabei gewahrt.

Die MMM in Hannover verfügt zurzeit über ein Netzwerk von 50 Fachärzten, mit dem Diakoniekrankenhaus Friederikenstift besteht ein Kooperationsvertrag zur stationären und ambulanten Behandlung. Im letzten Jahr war mit 880 Patienten die Kapazitätsgrenze der Praxis erreicht. Gerd Rauchfuß, Projektleiter der Praxis, beobachtet eine Veränderung der Patientenstruktur: "Überwiegend stammen die Patienten aus EU-Ländern, die nicht dem europäischen Fürsorgeabkommen beigetreten sind." Wenn sich etwa Rumänen oder Bulgaren länger als ein halbes Jahr in Deutschland aufhalten, verlieren sie den Krankenversicherungsschutz ihres Heimatlandes, erklärt Rauchfuß. Sieben Prozent seien Deutsche, denen die gesetzlichen Kassen verwehrt bleiben, die sich aber keine private Versicherung leisten können. Der Anteil der illegal in Deutschland lebenden Ausländer liegt bei 35 Prozent.

Ein Bericht von Sabine Jüttner


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Aktualisiert: Montag, den 31. Januar 2011 um 07:50 Uhr
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