Mittwoch, den 07. Juli 2010 um 08:06 Uhr

Im Schatten der WM werden Not und Armut oft vergessen Empfohlen

Autor: Administrator
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Im Schatten der WM werden Not und Armut oft vergessenDurban/Mandeni. Mit großer Freude fiebert ganz Deutschland dem Halbfinale zwischen Jogis Jungs und Spanien am Mittwoch, 7. Juli 2010, in Durban entgegen. Die Begeisterung rund um die Weltmeisterschaft in Südafrika und die Fanfeste daheim lässt einen allerdings manchmal vergessen, wofür Afrika und vor allem die Provinz KwaZulu/Mandeni auch stehen: für Armut, AIDS, Not und Elend.

Der Malteser Hilfsdienst zählt zu den karitativen Organisationen, die sich seit Jahren mit nachhaltiger Sorgfalt in Südafrika engagieren. Schon seit 1987 arbeitet der Regensburger Missionsbenediktiner Pater Gerhard Lagleder, Präsident der südafrikanischen Malteser, in Mandeni/Provinz KwaZulu Natal mit 700 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um dem vordringlichen Aidsproblem mit all seinen verheerenden sozialen Folgen entgegenzutreten und insbesondere auch Kindern und Jugendlichen eine authentische Lebenschance zu eröffnen (www.bbg.org.za). Zwei Drittel der Menschen, die in dieser Region Südafrikas leben, sind HIV-infiziert; immer mehr Kinder erkranken an AIDS. Im Care-Zentrum der 1992 gegründeten süd-afrikanischen Malteser-Bruderschaft "Brotherhood of Blessed Gérard" sind die Hälfte der Patienten Kinder!

Nach der Gründung eines Hospizes zur häuslichen Pflege, Tagespflege und stationären Pflege bedürftiger Kranker (meist Aids-Patienten) zeigte sich, dass viele Kinder ihre Eltern, die an Aids verstarben, überlebten und dann sich selbst überlassen blieben. Polizei und Sozialarbeiter brachten zunehmend ausgesetzte, unterernährte, verwahrloste und misshandelte Kinder aller Altersstufen, die in der Umgebung aufgefunden wurden, in das Care-Center. So nahmen die Malteser auch die Kinder auf, gaben ihnen das Nötigste zum Leben und bauten schließlich ein Kinderheim mit 40 Plätzen als einen Ort, an dem ungewollte, vernachlässigte, kranke, behinderte und verwaiste Kinder liebevoll versorgt, gefördert und ausgebildet werden, um eine Chance für ihr Leben ohne Eltern zu erhalten. Etwa ein Drittel der Kinder sind selbst mit dem HIV-Virus infiziert. Durch rechtzeitige medikamentöse Behandlung kann deren Überlebenschance ganz wesentlich gesteigert werden.

Mit der HAART-Klinik entsteht derzeit die dringend notwendige Erweiterung der ambulanten Aids-Klinik, in der eine für ganz Südafrika vorbildliche, sorgsame Medikamenten-Ausgabe und Begleitung von Aids-Patienten - Erwachsenen und Kindern - stattfindet. Zusätzlich wurde ein Hungerhilfeprojekt für unterernährte Kleinkinder ins Leben gerufen: Die Kinder werden in regelmäßigen Sondersprechstunden untersucht und ärztlich behandelt, bei Bedarf kostenlos mit Milch und Aufbaukost versorgt, die Angehörigen in grundlegender Gesunderhaltung (Basic Health Care) und Ernährungslehre unterrichtet und bei gravierenden sozialen Notlagen durch einen Sozialarbeiter begleitet.

Information für die Medien:

Gerne vermitteln wir Ihnen unter 089/43608-130 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. den Kontakt zu Pater Lagleder in Südafrika. Umfangreiche Infos über die Arbeit der Malteser in Mandeni finden Sie auch unter www.bbg.org.za.

Malteser Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland

Karolina Kasprzyk, Pressesprecherin Malteser Hilfsdienst Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Telefon 06431/94 88-222; Mobil 0160/366 24 22; Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Aktualisiert: Dienstag, den 27. Juli 2010 um 13:44 Uhr
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