"Ein Unfall muss kein Unglück bedeuten", sagt Krause. Typische Verletzungen seien Stürze beim Spielen oder Insektenstiche. "Bei Letzteren zum Beispiel reicht es im Normalfall, den Stich zu kühlen. Sollte er allerdings stark anschwellen und dem Kind schwindelig oder übel werden, müssen Sie sofort handeln und den Rettungsdienst verständigen", so Krause. Wichtig sei bei kleinen und größeren Wunden, dass die Erwachsenen ruhig blieben, die Situation richtig einschätzen und entsprechend handeln würden. Das sei aber oftmals das größte Problem. "Eltern, aber vor allem Großeltern, bei denen die Enkel nur einmal im Jahr über eine längere Zeit zu Besuch sind, reagieren oft panisch, wenn sich das Kind verletzt. Ihnen fehlt die Erfahrung zu entscheiden, ob ein Pflaster reicht oder der Notarzt informiert werden muss", sagt Matthias Krause. Er plädiert daher für regelmäßiges Auffrischen der Erste-Hilfe-Kenntnisse: "Bei den meisten Erwachsenen liegt der Erste-Hilfe-Kurs Jahrzehnte zurück. Aber nur durch Übung bleiben sie fit und wissen, was zu tun ist, wenn ihr Kind oder ihr Enkel sich verletzt und ihre Hilfe braucht." Da im Notfall jede Sekunde zählt und es einige Minuten dauert, bis der Rettungsdienst kommt, ist es gut, wenn die Eltern und Großeltern wissen, wie sie in der Wartezeit dem Kind helfen können.
Die Malteser in Fulda bieten in den Herbstferien Erste-Hilfe-Kurse sowie Erste Hilfe bei Kindernotfällen, die speziell auf die Bedürfnisse von Eltern und Großeltern ausgerichtet sind. Themen sind unter anderem Erkennen von Notfallsituationen, Maßnahmen bei Verbrennung, Vergiftung und Knochenbrüchen, Bewusstlosigkeit, Herz-Lungen-Wiederbelebung und Allergien. Der nächste Kurs für Kindernotfälle startet am 23. Oktober um 9:00 Uhr in der Geschäftsstelle der Malteser, Wilhelmstr 4, 36037 Fulda. Informationen und Anmeldungen unter 0 66 1 / 86 97 70
Montag, den 11. Oktober 2010 um 07:30 Uhr
Kinder haben Herbstferien, Unfälle nicht Empfohlen
Autor: Administrator
Die Herbstferien stehen vor der Tür. Während Kinder zwei Woche lang frei haben, gilt das für Unfälle leider nicht. Vergiftungen, Unterkühlungen, der Sturz beim Skaten oder Radfahren: Zu Hause und in der Freizeit verunglücken laut dem Bundesministerium für Gesundheit fast eine halbe Million Kinder jährlich. "Erfahrungsgemäß steigt in den Ferien das Verletzungsrisiko", sagt Matthias Krause, Referent für Ausbildung bei den Maltesern in Fulda, und rät vor allem Eltern und Großeltern, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen.
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Diözesangeschäftsstelle Fulda
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