Donnerstag, den 29. April 2010 um 09:55 Uhr

Schnelles Handeln rettet Leben Empfohlen

Autor: Administrator
Artikel bewerten
(0 Bewertungen)

Schnelles Handeln rettet LebenGelnhausen. Im Notfall zeigt sich, wie medizinische Versorgung auf höchstem Niveau aussieht. Durchschnittlich acht bis zwölf Minuten vergehen nach dem Wählen der Rufnummer 112 in Deutschland, bis ein Rettungswagen samt intensiv-medizinischer Ausrüstung am Unfallort eintrifft. Dabei ist das deutsche Rettungsdienstsystem weltweit führend, denn nirgendwo wird Verunglückten so rasch und effizient geholfen wie hierzulande.

Voraussetzung ist allerdings, dass Laien den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungswagens mittels Sofortmaßnahmen am Unfallort versorgen und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsfachpersonals überbrücken. "Gerade bei lebensgefährlichen Zuständen wie nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommt es auf jede Minute an. Bleibt die Erste Hilfe in den Anfangsminuten aus, kann auch der beste Rettungsdienst oft nichts mehr machen", weiß Dieter Klumb, Stadtbeauftragter der Malteser in Gelnhausen.

Zehn Millionen Notfälle ereignen sich jährlich, sei es im Verkehr, bei der Arbeit oder im Haushalt. Aber nicht einmal in drei Prozent der Fälle leisten Laien Erste Hilfe. Notärzte sprechen vom therapiefreien Intervall, und das endet oft tödlich: Allein 100 000 Personen fallen pro Jahr dem plötzlichen Herztod zum Opfer –"„auch deshalb, weil die Mehrzahl der Bevölkerung glaubt, dass mit dem Absetzen des Notrufs die Erste-Hilfe-Maßnahmen erledigt sind", bemängelt Klumb, "danach muss aber sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelegung begonnen werden." Wenn der Notarzt erst zehn Minuten nach dem Unglück mit der Reanimation anfängt, ist es in der Regel zu spät. Schon wenige Minuten nach einem Herzstillstand treten irreversible Hirnschäden ein. Mehr als zehn Minuten ohne Sauerstoff überlebt kaum jemand, so der Experte.

Wären mehr Menschen fit in Erster Hilfe, könnte die Überlebensrate bei Notfallpatienten nach Angaben der Malteser deutlich erhöht werden. Adäquate Erstversorgung lernt man in einem Erste-Hilfe-Kurs. Die Malteser raten deshalb dazu, Erste-Hilfe-Kenntnisse alle zwei Jahre aufzufrischen. Entsprechende Lehrgänge werden regelmäßig angeboten. "Eigentlich ist die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung groß. Doch die Umsetzung scheitert meist an der Angst, etwas falsch zu machen", berichtet Thomas Frank, Geschäftsführer der Malteser im Main-Kinzig-Kreis. Dabei sei die Lage juristisch klar: Laut Strafgesetzbuch könne man wegen unterlassener Hilfeleistung belangt werden, nicht aber wegen etwaiger Fehler. "Es geht nicht darum, dass man alles richtig macht", versichert Frank, "sondern dass überhaupt geholfen wird."

Infos zum Ausbildungsangebot der Malteser in Gelnhausen gibt es unter www.malteser-gelnhausen.de

Aktualisiert: Donnerstag, den 29. April 2010 um 10:05 Uhr
Administrator

Administrator

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Login to post comments

SMS für Japan

 

Fit in Fair Play

 

Malteser-iPhone-App

Malteser-iPhone-App

 

Kirchenzeitung Köln