Zum zentralen Thema der Jahresfortbildung 2012 für Schulsanitäterinnen und -sanitäter referierte Höpfl rund 90 Minuten über die Risiken und Auswirkungen von Drogenmissbrauch. Angereichert mit lebenspraktischen Beispielen konnten hierbei auch die Anwesenden noch etwas lernen. Klar wurde aber auch, dass die Schülerinnen und Schüler im SSD mögliche Verhaltensauffälligkeiten erkennen und eventuelle Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten sollen, nicht jedoch als verlängerter Arm der Lehrkräfte andere Personen denunzieren sollen.
Bei der Bewertung der Rolle des EH-Beauftragten in der Schule trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in arbeitsteiliger Gruppenarbeit zusammen, dass es grundsätzlich einer höheren Anerkennung und einer gesellschaftlichen Stärkung des Erste-Hilfe-Bewusstseins bedarf. Beides Themen, für die es an diesem Tag keine Patentrezepte gab, und die sehr stark vom jeweiligen Einsatz des Beauftragten, vom Willen der Schulleitung und auch außerschulischen Faktoren abhängen. Im Frühjahr 2012 soll aufgrund der Erfahrungen aus diversen Amokläufen in der Vergangenheit eine kultusministerielle Bekanntmachung (KMBek) veröffentlicht werden, welche die Ausbildung von Lehrkräften in Erster Hilfe deutlich forciert. Aber auch alltäglich gibt es bereits genügend Bereiche, wo Erste Hilfe in der Schule erforderlich werden kann: Studienfahrten, Wandertage, Schwimm- und Sportunterricht, Experimente in den Naturwissenschaften, Hauswirtschaft, Pausen, Werkunterricht, Schulweg u.v.m.
So konnte zwar jeder am Ende der Veranstaltung einen Wissenszuwachs mit nach Hause nehmen und erhielt neue Impulse für seine weitere Arbeit an den Schulen, doch blieb am Ende auch die Erkenntnis, dass gut laufende Systeme, eigene und fremde Vorstellungen sowie Erwartungen oder Träume aus verschiedensten Unwägbarkeiten nicht eins-zu-eins auf andere Regionen übertragbar sind. Es blieb jedoch der Wunsch, dass die Erste Hilfe an Stellenwert in den obersten Schulaufsichtsbehörden, in den Schulleitungen, in den Kollegien und vor allem auch bei den Schülerinnen und Schülern gewinnt, auch und gerade im Hinblick auf eine vielmals geforderte Werteerziehung der Heranwachsenden.
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Am 26.10.2011 fand an der Regierung von Oberfranken die jährliche Erste-Hilfe-Beauftragtentagung für Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen statt. Gastgeberin Marina Lindner begrüßte die EH-Beauftragten der neun oberfränkischen Schulamtsbezirke, den Vertreter der oberfränkischen Gymnasien und Mitglieder der verschiedenen Hilfsorganisationen (ASB, BRK, MHD).



