Eine Auffrischung ihrer Ersten-Hilfe-Kenntnisse erhielten 21 Radtourenführer des ADFC Bayreuth. Hierbei standen neben den häufigsten Unfallursachen und der Unfallprophylaxe vor allem typische Verletzungsmuster bei Fahrradstürzen auf dem Lehrgangsprogramm.
Schnittverletzungen an den Händen sowie Schürfwunden am Knie und Ellenbogen wurden von den Teilnehmern partnerweise mit dem Wundschnellverband versorgt. Für größere Schürfwunden z.B. an der Hüfte und dem Bauch wurde der Übungspuppe ein Fenster- bzw. Rahmenverband angelegt. Zum Ruhigstellen eines Arm- oder Handbruches wurde eine Armschlinge angelegt. Der am häufigsten bei Fahrradstürzen vorkommende Bruch, der Bruch des Schlüsselbeins, wurde mit einem Rucksackverband aus einem oder zwei Dreiecktüchern hergestellt. Anschließend wurden die Teilnehmer über die Maßnahmen bei einem Sonnenstich, beim Herzinfarkt oder bei einer Stoffwechselentgleisung wie z.B. Über-/ Unterzucker aufgeklärt.
Nach diesen vornehmlich bei erhaltenem Bewusstsein stattfindenen Versorgungen widmete man sich dann der Anwendung der Seitenlage und der Fahrradhelmabnahme. Dieser muss bei bewusslosen Patienten ähnlich einem Motorrad- oder Reitsporthelm abgenommen werden, um die optimale Position und den Halt des Kopfes bei der Seitenlage herzustellen.
Den letzten praktischen Inhalt bildete die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Hierbei konnte jeder Teilnehmer selbst Hand an die Übungspuppe anlegen. Zum Abschluss wurden dann noch offene Fragen zur ersten Hilfe geklärt und einige Empfehlungen für die kommende Radfahrsaison ausgetauscht.
Resümierend befand der Vorstand des ADFC Bayreuth, Stefan Steurer, dass neben den praktischen Übungen sehr wichtig war, dass die Teilnehmer aus berufenem Munde über aktuelle Inhalte und Entwicklungen der ersten Hilfe aufgeklärt wurden, wie zum Beispiel den Vorteilen der Notrufnummer 112.
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