Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 07:56 Uhr

Viele Verletze in Zelten medizinisch gut versorgt Empfohlen

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Malteser Hilfsdienst (MHD) übte den Ablauf in einem Behandlungsplatz nach einem Unglücksfall

Malteser Hilfsdienst (MHD) übte den Ablauf in einem Behandlungsplatz nach einem UnglücksfallKonstanz (mhd) Explosion in einem Hotel. Viele Menschen werden verletzt. Notärzte und Sanitätsdienste sind stundenlang damit beschäftigt, viele Dutzend Menschen medizinisch zu versorgen und für den Transport in ein Krankenhaus vorzubereiten.

Unter diesen Vorbedingungen übte der Malteser Hilfsdienst den sogenannten Massenanfall an Verletzten (MANV) auf dem Gelände der Entsorgungsbetriebe. Für diesen Fall sieht die Norm die Einrichtung eines sogenannten Behandlungsplatzes (BHP) vor, den es in unterschiedlichen Größen geben kann. Das Landratsamt hat ein Konzept für den MANV erstellt, der einen BHP25 vorsieht, der stündlich die Versorgung von 25 Patienten mit unterschiedlichen Verletzungsmustern ermöglicht. Der MHD stellt wie die anderen drei Sanitätsorganisationen im Landkreis hierfür ebenfalls Personal und Material bereit.

Innerhalb von 55 Minuten waren fünf Zelte von den sechs Ärzten und über 30 Sanitätern aufgebaut und mit dem erforderlichen Material bestückt worden. "Ich habe mit mindestens einer Stunde Aufbauzeit gerechnet", erklärte Einsatzleiter Michael Zwick zufrieden. In dem Moment, wo alle Zeltbesatzungen ihre Bereitschaft erklärt hatten, wurden von der fiktiven Patientenablage die ersten Patienten herangeführt.

Im Sichtungszelt beurteilte ein Arzt den Schweregrad ihrer Verletzungen und teilte sie in die Kategorien grün (leicht verletzt oder erkrankt, unverletzt), gelb (verletzt und erkrankt) und rot (akut lebensbedrohlich verletzt oder erkrankt) ein. In den Behandlungszelten, je eines für die genannten Kategorien, erhielten die Patienten die erforderliche medizinische Versorgung. Feuerwehrleute unterstützten beim Transport zwischen den Zelten.

Schließlich wurden die Verletzten (so die Annahme) in ein Krankenkaus transportiert. Vor diesem Schritt begutachtete sie ein Arzt im Ausgangszelt. Dieser entschied, mit welchem Transportmittel der Patient in welches Krankenhaus gebracht wird. Dazu führte er eine Liste von Krankenhäusern zwischen Sankt Gallen und Zürich sowie Rottweil, Sigmaringen und Ravensburg. Die freie Bettenkapazität hatte er von der Leitstelle gemeldet bekommen.

"Die Übung ist insgesamt gut gelaufen", lobte Katastrophenschutzreferent Michael Norgauer. Aber unter anderem war er mit der (simulierten) Übergabe zu den Fahrzeugen nicht zufrieden: "Das ist auch in der Realität schwierig. Vermutlich war auch die Übungskünstlichkeit nicht optimal", urteilte er. Verbesserungsbedarf erkannte er auch bei der Dokumentation, die sehr aufwändig ist. "Dieser 'Echtbetrieb' war eine echte Herausforderung für mich", urteilte Michael Zwick. Notarzt Dirk Allgaier freute sich über die "rund laufende Versorgung in den Zelten". Auch die Sichtung habe wirklich gut funktioniert, erklärte er. Thomas Irmer, Sachbearbeiter Katastrophenschutz im Landratsamt, lobte die Disziplin mit der gearbeitet wurde und die gute Vorbereitung.


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Aktualisiert: Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 08:01 Uhr
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