Die Seniorinnen und Senioren haben viel Zeit, aber niemanden, der sie mit ihnen teilt. "Hohe Scheidungsquoten, die Mobilität am Arbeitsplatz und der Zerfall von Familien trennen immer mehr junge pflegefähige Menschen von ihren bedürftigen Eltern und Verwandten", weiß der Malteser. Die Überalterung kommt hinzu, immer mehr Senioren leben in Singlehaushalten, die Hälfte aller Akademikerinnen in deutschen Städten hat keine Kinder. "Aber wer pflegt sie, wer besucht sie, wenn sie alt sind?", fragt Dietmar Servatius.
Immer mehr Menschen engagieren sich bundesweit in den Besuchs- und Begleitungsdiensten der Malteser. Damit jeder Wunsch nach einem Gespräch, nach kleinen Unternehmungen, nach persönlicher Zuwendung erfüllt werden kann, suchen die Malteser jedoch weitere ehrenamtliche Helfer. "Wir haben mehr Anfragen von Menschen, die besucht werden möchten, als Personen, die jemanden besuchen wollen", so Servatius. "Dabei reicht schon eine Stunde in der Woche, um einem einsamen Menschen eine unbezahlbare Freude zu machen, und man wird selbst beschenkt."
Das nächste Treffen des Besuchsdienstes findet am Dienstag, den 12. Oktober um 11:00 Uhr im Ausbildungs- und Einsatzzentrum des Malteser Hilfsdienst e.V. (Bachstraße 44, Langenfeld) statt.
Mehr Informationen zum Besuchsdienst erteilt Wida Beck (AWO) Telefon 4993243 oder Dietmar Servatius (Malteser) Telefon 8 11 10.
Einsamkeit alter Menschen wächst - Der Besuchs-und Begleitungsdienst hilft Empfohlen
Autor: AdministratorNächster Erfahrungsaustausch am Dienstag, den 12. Oktober 2010
Tag für Tag warten immer mehr Langenfelder darauf, dass jemand an ihrer Haustür klingelt. Oft sind die Stimmen aus dem Fernsehen die einzigen, die sie seit Wochen hören. Die Helfer des Besuchs- und Begleitungsdienstes (BBD) holen diese Menschen aus ihrer Einsamkeit heraus - ehrenamtlich und unentgeltlich. Vor rund einem Jahr gründeten die Malteser daher mit der AWO den Besuchs- und Begleitungsdienst. Und: "Die Nachfrage steigt stetig. Viele Senioren leben nicht nur allein, sie sind es auch", sagt Dietmar Servatius, Leiter des Besuchs- und Begleitungsdienstes.
"Wir erhalten sehr oft Anrufe von Langenfeldern, die jemanden suchen, der mit ihnen spazieren geht, Karten spielt, sie beim Einkaufen begleitet, beim Besuch auf dem Friedhof oder einfach nur zuhört", berichtet Servatius. Ob in privater Wohnung, Altenheimen oder Seniorenresidenzen - überall erleben er und seine 15 Helfer Ähnliches: Einer bleibt alleine zurück, Beziehungen haben sich aufgelöst, auch die Beine wollen nicht mehr so recht.




