Der Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst in Hamburg besteht derzeit aus dreizehn aktiven Ehrenamtlichen, die unbezahlbare Freude schenken. Klönen, Karten spielen, einkaufen gehen oder einfach nur da sein - die Arbeit der Ehrenamtlichen ist vielseitig.
Freude schenken
Elke Förster engagiert sich seit fünf Jahren im Besuchs- und Begleitungsdienst. Die erste Dame, die Elke Förster besuchte, liebte es spazieren zu gehen und in ihrem großen Garten die Natur zu genießen. Doch konnte die damals Achtundsiebzigjährige das Haus nicht alleine verlassen. "Die Dame hat sich so auf meine Besuche gefreut, dass sie immer bereits vor dem Fenster stand und nach mir Ausschau hielt. Das erste was ich tat, war ihr die Schuhe anzuziehen und sie unterzuhaken. Dann sind wir immer um den Block gezogen. Das Schönste mit ihr waren die Spaziergänge durch die Natur. Außerdem hatte sie einen wunderschönen Garten. In dem haben wir oft lange gesessen und uns einfach nur unterhalten. Genau wie ich liebte sie klassische Musik und war sehr belesen. Wir haben über so vieles gesprochen und so unendlich viel gelacht", erinnert sich die Ehrenamtliche. Heute besucht Elke Förster einmal die Woche einen zweiundsechzigjährigen bettlägerigen Mann und schenkt der Ehefrau des Mannes in diesen Stunden einen Augenblick der Ruhe. Auch Maria Müller betreute längere Zeit eine alte und einsame Dame. Gerne denkt sie mit einem Lächeln an die neunzigjährige gebrechliche Frau zurück: "Obwohl die Dame fast blind war und unter verschiedenen Erkrankungen litt, gingen wir immer gemeinsam raus. Sie liebte es an der Alster spazieren zu gehen!"
Der einsame Alltag
Ob in privater Wohnung, Altenheimen oder Seniorenresidenzen - überall erleben die Mitarbeiter des Besuchs- und Begleitungsdienstes Ähnliches: Einer bleibt alleine zurück, Beziehungen haben sich aufgelöst und auch die Beine wollen nicht mehr so recht. Seniorinnen und Senioren haben häufig viel Zeit, aber niemanden, der sie mit ihnen teilt. "Wir erhalten häufig Anrufe von einsamen alten Menschen, die jemanden suchen, der sie besucht. Die Nachfrage steigt stetig, denn viele Senioren leben nicht nur allein, sie sind es auch", beschreibt Maria Müller die Situation. Ganz besonderes Anliegen ist ihr, auch die Menschen anzusprechen, die sich nicht trauen anzurufen und einsam in ihrer Wohnung sitzen. "Damals besuchte ich eine sehr einsame alte Dame. Im Laufe des Gesprächs erzählte mir die Frau, dass ich seit Tagen die erste Person sei, mit der sie sprechen würde. Den einzigen menschlichen Kontakt, den die Seniorin ansonsten noch hatte, war der zu ihrem Hausarzt. So sollte es keinem Menschen ergehen", schildert sie ihr Schlüsselerlebnis.
Malteser suchen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer
Obwohl einige der Ehrenamtlichen bereits zwei Leute betreuen, gibt es noch immer mehr Anfragen von Menschen, die besucht werden möchten, als Personen, die jemanden besuchen wollen. "Dabei reicht schon eine Stunde in der Woche, um einem einsamen Menschen eine Freude zu machen", sagt Christine Heinemann, Diözesanoberin und Ehrenamtliche im Besuchs- und Begleitungsdienst. Damit jedoch jeder Wunsch nach einem Gespräch, nach kleinen Unternehmungen, nach persönlicher Zuwendung erfüllt werden kann, sucht der Malteser Besuchs- und Begleitungsdienst weitere ehrenamtliche Helfer. "Wir suchen Menschen, die offene Ohren und helfende Hände haben und ehrenamtlich Freude schenken wollen", erklärt sie.
Aus diesem Grund lädt der Besuchs- und Begleitungsdienst der Malteser Hamburg herzlich alle Interessierten zu einem unverbindlichen Informationsabend am 28. September um 18:30 ein. Veranstaltungsort ist die Diözesangeschäftsstelle des Malteser Hilfsdienstes Hamburg, Eichenlohweg 24 in 22309 Hamburg.
Zuhören, Gespräche führen, gemeinsam alte Fotos und Dokumente anschauen, spazieren gehen, Veranstaltungen besuchen - es gibt viele Möglichkeiten gemeinsam die Zeit zu gestalten.Für Ihre Aufgabe werden die Ehrenamtlichen vor Ort fortgebildet. Bei regelmäßigen Gruppentreffen tauschen sie sich über ihre Erfahrungen aus. Selbstverständlich sind Ehrenamtliche während ihres Dienstes umfassend versichert, vereinbarte Ausgaben werden erstattet.
Ihr Ansprechpartner:
Maria Müller
Fon: (040) 209408-95
E-Mail:
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Mittwoch, den 22. September 2010 um 07:48 Uhr
Ehrenamtliche Helfer gesucht Empfohlen
Autor: Administrator
Tag für Tag warten immer mehr hochbetagte Hamburger darauf, dass jemand an ihrer Haustür klingelt. Oft sind die Stimmen aus dem Fernsehen die einzigen, die sie seit Wochen hören. Die Mitarbeiter des Malteser Besuchs- und Begleitungsdienstes holen diese Menschen aus ihrer Einsamkeit heraus - ehrenamtlich und unentgeltlich. "Ich schätze den Umgang mit alten Menschen und meine Arbeit gibt mir das Gefühl helfen zu können", erzählt Maria Müller, Leiterin des Besuchs- und Begleitungsdienstes der Malteser in Hamburg. "Außerdem bekommt man von den älteren Menschen so unendlich viel zurück - die haben so viel zu erzählen!", schildert sie ihre Motivation.
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Diözesangeschäftsstelle Hamburg
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