Die Malteser fordern zur besseren Erstversorgung von Patienten einen weiteren Ausbau der Erste Hilfe-Ausbildung in Deutschland. "Die Erste Hilfe sollte in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen werden. Schon ab der Grundschule ist das möglich", sagt Löb. Mit dem Schulsanitätsdienst gingen Hilfsorganisationen wie die Malteser schon in diese Richtung, jedoch sei eine Ausbildungspflicht noch besser.
Tag der Ersten Hilfe - 300.000 Ersthelfer am Defibrillator geschult Empfohlen
Autor: Administrator
Köln. Nach einem Jahr der Ausbildung mit dem "Automatiserten externen Defibrillator" (AED) ziehen die Malteser zum Tag der Ersten Hilfe am 11. September Bilanz: 300.000 Ausbildungen am AED, der das Herzflimmern und damit einen Vorboten des plötzlichen Herztodes unterbinden kann, sind seit dem Start der AED-Kampagne der Malteser erfolgt. "Der AED ist ein wichtiger Stein in der Kette der Ersten Hilfe", sagt der Malteser Bundesarzt Dr. Rainer Löb und verweist auf die Notwendigkeit des Gerätes. "Jede Minute ohne Einsatz des Defibrillators verringert die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent", weiß der Anästhesist und Notfallarzt. Das Gerät sei so einfach zu bedienen, dass sich jeder den Einsatz zutrauen sollte.
Vergangenes Jahr hatten die Malteser eine Kampagne zur Verbreitung der Defibrillatoren gestartet. Box-Weltmeisterin Regina Halmich hatte unter dem Motto "Knock on - ein Schlag fürs Leben" das neue Konzept für die Breitenausbildung in Erster Hilfe bekannt gemacht. Mit dem AED ist die Versorgung des Patienten aber nicht abgeschlossen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können einige Minuten vergehen, so dass es nötig wird, den Patienten wiederzubeleben. "Deshalb sollte jeder überlegen, ob er seine Erste Hilfe-Kenntnisse nicht noch mal auffrischt. Wer fit in Erster Hilfe ist, kann seinen Angehörigen schnell helfen - das ist am häufigsten notwendig", rät der erfahrene Mediziner Löb.




