Dienstag, den 31. August 2010 um 11:09 Uhr

Tierischer Besuch ist sehr gefragt Empfohlen

Autor: Administrator
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Tierischer Besuch ist sehr gefragtHunde gehen in Altersheime und besuchen behinderte Kinder. Damit möchten die Malteser den Menschen ein Stück Lebensfreude schenken. Die Nachfrage ist so hoch, dass weitere Hunde ausgebildet werden.  Die Besuchshundestaffel der Malteser ist ein voller Erfolg. Weil soziale Einrichtungen nach immer mehr Hunden fragen, werden im Herbst zwölf weitere Tiere ausgebildet.

Kreis Konstanz - Die Malteser im Bodenseeraum wollten der Einsamkeit von alten Menschen ein Ende setzen - und auch Behinderten noch mehr Lebensfreude schenken. Das ist gelungen. Seit Ende Juni ist die Besuchshundestaffel im Einsatz.

Das Prinzip: Hunde und ihre Halter bekommen eine kurze Ausbildung und gehen dann in Altersheime, Schulen und Behinderteneinrichtungen, um Gesellschaft zu leisten. Ein Bericht im SÜDKURIER hat vor dem Start des Projekts großes Interesse geweckt. "Wir hätten nie gedacht, dass unser Aufruf bei den Hundehaltern auf solch eine große Resonanz stoßen würde", sagt Susan Stojic von den Maltesern, die die Hundestaffel ehrenamtlich leitet. "Von mehr als 50 Interessenten konnten wir nur neun berücksichtigen." Auch Silvia Baumann, die das Angebot ins Leben gerufen hat, ist begeistert. "Alle Einrichtungen, in denen wir sind, sind völlig glücklich und fordern bei jedem Besuch noch mehr Personal an", sagt sie. "Wir werden der Anfragen aber nicht Herr." Deshalb bildet Anja Wedig, Inhaberin der Hundeschule Dogs in Konstanz, im Oktober noch mal zwölf Hunde und ihre Halter aus.

Dabei ist wichtig: Nicht jeder Hund ist geeignet. Melden können sich Interessierte, deren Hund mindestens 15 Monate alt ist, positives Sozialverhalten besitzt und gesund ist. Die Tiere durchlaufen dann einen Wesenstest mit Anja Wedig. Geeignete Hunde trainieren etwa zehn Stunden, der Halter braucht zwölf. Die Tiere lernen besondere Kommandos und das Gehen am Rollator oder mit dem Rollstuhl. "Ungewöhnliche Körperbewegungen, nicht alltägliche Verhaltensweisen und fremde Gerüche dürfen den Hund nicht übermäßig irritieren", sagt Anja Wedig. Die Hundehalter müssen ebenfalls lernen. Erste Hilfe und Grundlagen zu Demenz und Hygienevorschriften gehören genauso dazu wie ein gewisses Maß an praktischen Einsätzen. Das Konstanzer Seniorenzentrum Margarete-Blarer-Haus hat die praktische Ausbildung unterstützt.

Bild: Malteser

Aktualisiert: Dienstag, den 31. August 2010 um 11:17 Uhr
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