Den Helfern war es anfangs nicht möglich, zu den Verletzten im Eingangsbereich des Tunnels zu gelangen, da sie sich sonst selbst in große Gefahr begeben hätten. Erst als sich die Menschenmasse langsam auflöste, gelang es den Helfern, bis nach unten in den Tunnelbereich vorzudringen. Dort bot sich ihnen ein Bild des Schreckens. Was sie dort erwartete, kannten auch unsere erfahrenen Helfer bisher nur aus dem Fernsehen. Verletzte Menschen schrien verzweifelt um Hilfe. An anderer Stelle versuchten Besucher, Rettungskräfte und Polizisten gemeinsam Leben zu retten.
"Es war die Hölle … wie im Krieg", so die ersten Reaktionen unserer Helfer, die sich den Weg nach unten gebahnt hatten. "Dieses Ereignis stellt eine enorme psychische Belastung für unsere Helfer dar", so Malteser-Ortsarzt Wilfried Budzynski in Hannover. "Bereits kurz nach Bekanntwerden der Ereignisse wurden die ersten Maßnahmen zur Einsatznachsorge eingeleitet." Noch in derselben Nacht standen den Einsatzkräften mehrere Notfallseelsorger zur Verfügung.
Doch auch in den nächsten Tagen und Wochen werden unsere Helfer in Gruppen- und Einzelgesprächen das Erlebte besprechen und versuchen, dieses zu verarbeiten. Dabei werden sie aktiv von einem erfahrenen Diplom-Theologen und -Pädagogen der Notfallseelsorge Hannover unterstützt.
Weitere Informationen:
Kai Zaengel
Mobil 0172/4088746
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Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 13:52 Uhr
"Es war die Hölle ..." Malteser aus Hannover gehörten zu den ersten Helfern am Unglücksort in Duisburg Empfohlen
Autor: Administrator
Ein Bericht von Kai Zaengel
Offizielle Pressemitteilung der Malteser Hannover:
Was als normaler Sanitätsdienst für die 25 Helferinnen und Helfer der Malteser Hannover begann, endete in einer großen Tragödie. Mehrere von ihnen wurden Augenzeugen der sich anbahnenden Katastrophe. "Wir mussten hilflos von oben mit ansehen, wie unten mehrere Menschen einfach zu Tode getrampelt wurden. Und diese Hilflosigkeit ist es, die uns jetzt nach dem Einsatz zu schaffen macht", so Kai Zaengel, Pressesprecher der Malteser Hannover.
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Stadtgeschäftsstelle Hannover
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