Samstag, den 10. Juli 2010 um 07:38 Uhr

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Rosenheim: "Gesunde Mitarbeiter sind wichtig"

Malteser Rettungswache erhält AOK-BGF-Award für betriebliche Gesundheitsförderung

Rosenheim: "Gesunde Mitarbeiter sind wichtig"Mit dem BGF-Award 2010 zeichnete die AOK Rosenheim am 30. Juni die Rettungswache der Rosenheimer Malteser sowie die Molkerei Meggle, Wasserburg, aus. Bezirksgeschäftsführer Christian Gmeiner und Dr. Thomas Roth von der Geschäftsleitung der Molkerei Meggle nahmen die Preise aus den Händen von AOK-Direktor Gerhard Schöndorfer entgegen.

Zum dritten Mal verliehen

Mit dem AOK-BGF-Award, der dieses Jahr zum dritten Mal verliehen wurde, sollen Unternehmen aus Stadt und Landkreis Rosenheim ausgezeichnet werden, die sich durch besonders engagierte und innovative Maßnahmen der "Betrieblichen Gesundheitsförderung" hervorheben.

Den Ausschlag für die Auswahl der Malteser Rettungswache in Rosenheim gab das vorbildliche Engagement eines Unternehmens mit vergleichsweise geringer Mitarbeiterzahl im Bereich BGF. Dabei hob Klaus Schwendemann, AOK Bereichsleiter Firmenkunden, vor allem Wachleiter Ernst Schütz und seine Initiative hervor. "Die Malteser sind mit ihren Maßnahmen Vorbild für etwa 500 andere Betriebe mit vergleichbarer Größe im Landkreis", so Schwendemann.

Individuelles Konzept trifft auf Motivation und Engagement

Malteser Bezirksgeschäftsführer Christian Gmeiner dankte den Vertretern der AOK für die individuelle Begleitung bei der Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen, die sehr speziell auf die Erfordernisse der Rettungswache und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerichtet waren. Auch er bedankte sich bei Schütz, "der das Projekt maßgeblich und mit großem persönlichen Engagement auf den Weg gebracht hat."

Mehr Gesundheit in der Rettungswache Rosenheim

Die Malteser hatten die Zusammenarbeit mit der AOK gesucht, um für das Team der Rosenheimer Rettungsassistenten und Rettungssanitäter ein betriebliches Stressmanagementkonzept zum Umgang mit den physischen und psychischen Belastungen des Alltags im Rettungsdienst zu entwickeln. Nach der Analyse führte Gertraud Resch-Becke (AOK) mit dem gesamten Team zunächst einen Workshop zum Thema "Stressmanagement" durch, in dem es beispielsweise um den persönlichen Umgang mit psychischem Druck oder um Methoden der Blitzentspannung ging. Später folgten ein Vortrag über "Ernährung bei Schichtarbeit" sowie ein Cardio-Fit-Training, das noch andauert.

Würdigung durch Vertreter von Stadt und Landkreis

Frau Gabriele Bauer, Oberbürgermeisterin der Stadt Rosenheim und Herr Josef Huber, stellvertretender Landrat des Landkreises Rosenheim, betonten als Schirmherren der Veranstaltung die Bedeutung der "Betrieblichen Gesundheitsförderung" für die Unternehmen und die Beschäftigten der Region. "Ich gratuliere allen Firmen, die sich Gedanken machen, wie sie ihre Mitarbeiter motivieren können zu einer gesunden Lebensführung", so Bauer. "Ich freue mich, dass zwei Firmen, die im Gesundheitsbereich selbst tätig sind, dieses Jahr ausgezeichnet werden."

5000 Euro von Schattdecor

Die Firma Schattdecor, die im Jahr 2008 als erste mit dem BGF-Award ausgezeichnet wurde, ist aus eigener Erfahrung von der Bedeutung der BGF so überzeugt, dass man beschloss, den AOK-BGF-Award mit 5000 Euro zu dotieren. Werner Reichert, Personalleiter der Firma Schattdecor AG, überreichte daher einen symbolischen Scheck, den sich die beiden Unternehmen teilen.

BGF im Aufwind

Nach Ausführungen der AOK erkennen immer mehr Firmen den Wert betrieblicher Gesundheitsförderung. In Stadt und Landkreis Rosenheim nutzten im vergangenen Jahr etwa 100 Firmen diesen Service der AOK. „Der Award soll dabei nicht nur im Bereich BGF besonders engagierte Unternehmen auszeichnen, sondern auch zur weiteren Popularität des Themas "Betriebliche Gesundheitsförderung" beitragen“, so AOK-Direktor Schöndorfer. "Die AOK will einen Denkanstoss für Firmen geben, die sich bisher noch nicht mit dem Thema BGF befasst haben."

BGF im Rahmen des Malteser Qualitätsmanagements

Die Idee zur Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements in Rosenheim entstammt laut Gmeiner aus der Weiterentwicklung im Rahmen des Qualitätsmanagementprozesses und aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragungen im Rettungsdienst in den letzten Jahren. Ausgehend von einem Mitarbeiterstamm mit seit Jahren geringer Fluktuation und damit einhergehend steigendem Durchschnittsalter sowie Arbeitsbedingungen mit großer psychischer und physischer Belastung bestand Handlungsbedarf. "Wir sind froh, dass wir diesen Schritt gemacht haben, denn nur motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die ihnen anvertrauten Menschen auch gut versorgen und betreuen", so Gmeiner. Bei der feierlichen Preisübergabe war mit Herrn Peter Auinger, dem Malteser Qualitätsbeauftragten für die Region Bayern-Thüringen, auch ein Vertreter der Regionalgeschäftsstelle anwesend. Möglicherweise könnten die positiven Erfahrungen auch Anregung für andere Malteser Rettungswachen in der Region sein.

Aktualisiert: Samstag, den 10. Juli 2010 um 07:49 Uhr
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