Dienstag, den 22. Juni 2010 um 09:57 Uhr

45 Jahre Universalhelferin für das Gemeinwohl und die Malteser Empfohlen

Autor: Administrator
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45 Jahre Universalhelferin für das Gemeinwohl und die MalteserVillingen-Schwenningen. An diesem Abend beendet Gertrud Müller nach 45 Jahren ihre ehrenamtliche Bilderbuch-Karriere beim Malteser Hilfsdienst in Villingen-Schwenningen. Davor jedoch moderiert sie die Ortsversammlung 2010 und übernimmt Verantwortung bis zur letzten Minute. Denn "45 Jahre lang ist sie dort, wo es gerade fehlt" berichtet Elisabeth Freifrau Spies von Büllesheim, Diözesanleiterin der Erzdiözese Freiburg bei den Maltesern in ihrer Dankesrede. "Gertrud Müller springt ein, sichert aus der zweiten Reihe die Grundlagen, egal ob es mit heißem Tee nach Einsätzen ist oder als kommissarische Ortsbeauftragte der Malteser bei öffentlichen Auftritten."

Die erste Berührung mit den Maltesern hatte die 3-fache Mutter durch einen Erste Hilfe Kurs zum Führerscheinerwerb. Als 17-jährige war Gertrud Müller bereits Zeugin der Gründung des Malteser Hilfsdienstes in Villingen-Schwenningen. 1965 wurde sie selbst Mitglied und wurde zur Schwesternhelferin ausgebildet. Als Gruppenführerin folgte der Weg zur Ausbilderin in Erster Hilfe, über die Berufung zur Referentin und 2002 zur kommissarischen Ortsbeauftragten mit Qualifikation am Feldkochherd. Viele kennen sie jedoch eher als fürsorgliche Fahrerin im Behindertenfahrdienst aus den Jahren 1978 - 1990 und seit 2002 von ihrem Engagement im betreuten Wohnen. Bis 2005 war sie noch als Sanitätshelferin auf verschiedenen Sportplätzen aktiv und versorgte so manche Verletzungen.

Aus den Anfängen der Malteser in Villlingen-Schwenningen, die Gertrud Müller begleitet hat, ist heute ein Dienst geworden, der bei einem Großschadensfall mit 50 ehrenamtlichen Helfern einen Behandlungsplatz 25 errichten und in einer Stunde 25 Verletzte erstversorgen kann.

Ab neun Verletzten wird es laut dem Zugführer Jürgen Riegger für den normalen Rettungsdienst kritisch mit den Kapazitäten. Im Gebiet zwischen Villingen und Donaueschingen stehen heute jedoch dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Donaueschingen zwei schnelle Einsatztruppen von ehrenamtlichen Helfern für Massenanfälle von Verletzten zur Verfügung. Im Bereich externe Ausbildung bildeten die Malteser im Jahr 2009 an 33 Kursen 392 Teilnehmer in Erster Hilfe aus. Dagmar Amstädter, Leiterin der Ausbildung in der Gliederung Villingen-Schwenningen, berichtet, dass die Malteser erfolgreich zwei Schulsanitätsdienste an den St. Ursula-Schulen sowie am Hoptbühl-Gymnasium betreuen. Sanitätsdienstlich versorgten die Malteser im Jahr 2009 während 17 Veranstaltungen Verletzte bei 93 Notfälle, führt Andreas Neumaier aus.

Die Entwicklung des Malteser Hilfsdienstes begleitet auch Horst Kornhaas seit 45 Jahren aktiv. Gertrud Müller dankt dem Mitstreiter und alle versammelten Malteser schließen sich mit stehendem Applaus an. Alle freuen sich bei den anlässlich der Ortsversammlung durchgeführten Wahlen über das Wahlergebnis, welches zeigt, dass jüngere Malteser dem Beispiel der Altgedienten folgen. Irina Kunde wird mit 19 Jahren zur Jugendvertreterin gewählt. Ralf Schaumann und Uwe Rieger sind die Helfervertreter und Dorothea Riegger übernimmt das Amt von Gertrud Müller als Kassenführerin. Markus Schaller, Uwe Rieger, Ralf Schaumann, Andreas Neumaier und Monique Niethammer werden von Jürgen Riegger für ihr großes Engage-ment geehrt.

Manfred Pfeffinger, Amtsleiter beim Landratsamt, verdeutlicht die Dankbarkeit für den Einsatz von Gertrud Müller für das Gemeinwohl. Bernd Amstädter würdigt als Dienststellenleiter Gertrud Müller mit Blumen und Geschenk und verrät, dass Gertrud Müller diesen Blumenschmuck vielleicht auf Papier festhält, jetzt da sie mehr Zeit haben wird für ihr Hobby, das Malen.

Aktualisiert: Dienstag, den 22. Juni 2010 um 10:02 Uhr
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