Sonntag, den 27. November 2011 um 09:17 Uhr

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Malteser bieten freie Stellen im Bundesfreiwilligendienst an

Zwei junge Menschen berichten von ihren ersten ErlebnissenKonstanz (mhd) Vorteile für den Berufseinstieg, Orientierung, Lebenserfahrung oder gar eine Ausbildung erhoffen sich die Teilnehmer im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Katharina Kuolt und Nicola Kwapil gehören zu den ersten, die bei den Maltesern im Nachfolgedienst des Zivildienstes als Freiwillige begonnen haben. Obwohl sie erst kurze Zeit dabei sind, haben sie schon viele bleibende Eindrücke erfahren.

Nicola Kwapil ist Rettungshelfer und fährt auf dem Rettungswagen als "zweiter Mann" mit. Mitte September prallte am Dettinger Kreisel ein Auto gegen einen Lastwagen. Die Autofahrerin wurde eingeklemmt und schwer verletzt. "Wir haben ihr zügig Hilfe geleistet und wohl so ihr Leben gerettet", berichtet er. "Das ist im Nachhinein ein tolles Gefühl! Da haben wir richtig helfen können", ergänzt er.

Katharina Kuolt ist in der häuslichen Versorgung und Betreuung tätig. Sie ergänzt damit die ambulante Pflege und hilft im Haushalt. Manche Kunden besucht sie mehrmals am Tag, so ein bis zwei Stunden kämen da jeweils zusammen, erklärt sie. Katharina Kuolt findet es wichtig, dass sich Menschen um Ältere und Kranke zuhause kümmern. "Ich helfe ihnen, damit sie nicht vom sozialen Umfeld abgeschnitten sind", berichtet sie von ihrer Arbeit. Neulich habe sie eine Diabetikerin auf den Boden liegend aufgefunden. Sie konnte weitere Hilfe holen und der Frau so Schlimmeres ersparen, erzählt sie.

Die 19-Jährige hat bereits eine Berufsausbildung. Als Chemisch-technische Assistentin. Ihre Stellensuche war nicht erfolgreich. Die Arbeitgeber hätten Berufserfahrung verlangt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). So habe sie schließlich ihrer Neigung nachgegeben und sich bei den Maltesern für ein FSJ beworben. In einem Pflegeheim hatte sie sich bereits um ältere Menschen und "auch sonst viel um Leute" gekümmert, erzählt sie. Da es im FSJ keine freien Stellen gab, bewarb sie sich für den BFD. Danach will sie Krankenschwester werden und in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten. Bei den Maltesern erhält sie nun binnen zwölf Monaten das erste Rüstzeug dazu.

Der 20-jährige Nicola Kwapil will Medizintechnik Fachrichtung Kardio-Technik studieren. Seine Hochschule ist zwar in Villingen-Schwenningen, aber die hiesige Herzklinik ist Ausbildungsstelle. So möchte er während des Studiums weiter im Rettungsdienst mitarbeiten. Daher lässt er sich während seines BFDs zum Rettungssanitäter fortbilden. Später will er die Ausbildung zum Rettungsassistenten machen, dem einzigen bundesweit anerkannten Ausbildungsberuf im Rettungsdienst.

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD)

Der Malteser Hilfsdienst sucht junge Frauen und Männer ab 18 Jahre, die sich für mindestens 12 Monate Freiwilligendienst verpflichten wollen; maximal sind 24 Monate möglich. Den BFD können - anders als im Zivildienst - auch ältere Menschen wahrnehmen. Für Freiwillige über 27 Jahren ist ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Die Helfer sind sozial- und krankenversichert. Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement bei den Maltesern gibt es in der Bezirksgeschäftsstelle Bodensee, Friedrichstraße 23, 78464 Konstanz, Telefon 07531/8104-10, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Homepage www.malteser-bodensee.de


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Aktualisiert: Sonntag, den 27. November 2011 um 09:22 Uhr
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